spacelab

das raum- licht- u. medienlabor von martina tritthart
Allgemein

Objekt für Euklid II

Objekt für Euklid II

Das Objekt für Euklid II ist eine Rauminstallation, die mit den Sehgewohnheiten spielt und trotz seiner tatsächlichen statischen Ruhe eine dynamische Interaktion zwischen Objekt, Licht, Schatten, Augpunkt der Betrachtung und der subjektiven Wahrnehmung erzeugt.

 

 

 

 

©Roman Bönsch

Das Objekt für Euklid II macht die Uneindeutigkeit des singulären Bildes bewusst: die Breite des Sehschlitzes vor dem Objekt lässt gleichzeitig nur einen Blick aus einem Auge auf das Objekt zu und liefert der Interpretation durch die Sehgewohnheiten unseres Bewusstseins das paradoxe Bild eines Quadrates, dessen Schatten ein Kreis ist; ein Schatten, der über die Projektionsstrahlen aus der Lichtquelle anscheinend nicht in das Objekt, das ihn wirft, übergeführt werden kann. Erst über ein Ausbrechen aus der vorgegebenen Blickrichtung erschließt sich die räumliche Identität des Objektes. Dieser Sprung der Blickachse und die dadurch erlangte Klarheit über die räumlichen Zusammenhänge führt uns den Wahrnehmungsprozess als eine räumlich-zeitliche Einheit vor Augen.

Die Axiome und Postulate des griechischen Mathematikers Euklid (gestorben ca. 300 v. Chr.) sind Beschreibungen von Beobachtungen und Sehgewohnheiten, die nach Euklid die Realität beschreiben. Das Objekt verlässt jedoch die euklidische Ebene. Die geometrische Beschreibung des Objektes für Euklid II zeigt, dass hier Geraden nicht auf einer Kugel, sondern auf einem schiefen Kreiskegel abgebildet werden, auf dessen Oberfläche ebenfalls das Parallelenaxiom verändert ist: Das Objekt ist ein geschlossener Kurvenzug, das aus der Projektion eines Quadrates auf einen schiefen Kreiskegel aus einem Betrachtungspunkt A entsteht, wobei zwei gegenüberliegende Ecken des Quadrates auf den Umrisserzeugenden (aus dem Betrachtungspunkt A) des schiefen Kreiskegels liegen. Die Spitze des schiefen Kreiskegels, der Punkt L, ist die Position der Lichtquelle. Der Leitkreis des schiefen Kreiskegels liegt in der Wandfläche gegenüber des Betrachtungspunktes A und ist ident mit dem Schatten des Objektes von der Lichtquelle im Punkt L, da das Objekt aus Kurven der Kegeloberfläche besteht.

mutual loop artist cooperation: Roman Bönsch /Martina Tritthart

Museum der  Wahrnehmung Rohrbach

im Auftrag von raum&designstrategien, kunstuniversität linz

Zeitraum

Zeitraum

Videostill Zeitraum©Martina Tritthart

Der Weg vom realen zum imaginären Raum.
Wandlung von gebauter zu flüchtiger Architektur am
Beispiel der Entwicklung der Wiener Kinematographen.
An der Schwelle von Interaktion und Imagination.
Film und Raum – Zeit und Bewegung
Die reale und imaginäre Struktur des Kinos als Ansatz,
die variable Beschaffenheit unserer Welt zu reflektieren.
Architektur als Manifestation von Möglichkeiten.

DigiBeta,  Länge: 18min, A 1996

Ein Film von Martina Tritthart, Produktion Holger Lang und Martina Tritthart

 

Videostill Zeitraum©Martina Tritthart

 

Videostill Zeitraum©Martina Tritthart

 

Filmcasino

Videostill Zeitraum©Martina Tritthart

 

Videostill Zeitraum©Martina Tritthart

Videostill Zeitraum©Martina Tritthart

 

Breitenseer Lichtspiele

Videostill Zeitraum©Martina Tritthart

Ein Schiff wird … 3.33

Ein Schiff wird … 3.33

Videostill Ein Schiff wird 3.33…©Martina Tritthart

 

Ein Experimentalfilm von Martina Tritthart

Beta SP, Länge: 3min33, A 1997

Raum ist Licht
Wassertropfen
0.30 min:     Gelb
Gelb ist der Beginn, das Erwachen, Geburt – die Quelle
3 sec

1.30 min:    Rot
Rot entspricht dem Wachsen, dem Sich Strecken, Leben – der Fluss
3 sec

2.30 min:     Blau

Videostill Ein Schiff wird 3.33…©Martina Tritthart

 

Blau ist die Weite, die Vervollständigung, die Dauer – der See
3 sec

3.30 min:     Weiss
Weiss ist Friede, absolut, Ewigkeit – das Meer
3 sec

1.00 min:     Grün
Frühling
3 sec

2.00 min:     Grün
Hoffnung
3 sec

3.33

Inhaltsangabe:

Videostills: Ein Schiff wird…3.33©Martina Tritthart

3.33 Minuten Geräusche von der Quelle bis zum Meer.
3.33 Minuten bewegt sich eine Frau in Raum und Licht.
Die Farben stehen für Emotionen und Gefühle.

ein schiff wird kommen…

 

hildebrand/vordernberg

Videostill hildebrand/vordernberg©Martina Tritthart

hildebrand/vordernberg

Ein Film von Martina Tritthart

über das Ehepaar Erika und Hildebrand Prett im Zeitraum 1938-1945 in Vordernberg, Erzberg -Steiermark

Präsentation bei der Diagonale 2003

17min, Beta SP, A 2002

hildebrand/vordernberg

Hildebrand Prett war praktischer Arzt, Mitglied der NSDAP, von 1938-1945 Ortsgruppenleiter in Vordernberg/Stmk und er war mein Großvater. Im Mai 1945 nahm er sich zusammen mit seiner Geliebten in einem Wald am Berg in der Nähe von Vordernberg das Leben.

Meine Großmutter Erika erzählt von ihren Empfindungen aus diesem Abschnitt ihrer Lebensgeschichte. Ausschnitte aus privaten 8mm-Originalfilmen, aufgenommen von Hildebrand und Erika, unterstreichen die Verklärung der persönlichen Erzählung.

Das Video thematisiert die private Auseinandersetzung mit der persönlichen Vergangenheit im Kontext der

Videostill hildebrand/vordernberg©Martina Tritthart

Geschichte. Mythologisierung und Wiederholungen verschleiern und schützen vor dem Schmerz, den die eigene Erinnerung hervorruft. Es ist der Schmerz der Demütigung und der Verlust des Glaubens an das heile Familienleben. Erika wurde in ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter enttäuscht und sieht sich als Opfer der Gesellschaft. Sie gerät in einen Konflikt zwischen Heroisierung des Selbstmordaktes des Mannes, ihrer Eifersucht wegen der Nebenbuhlerin und der Verantwortung über das eigene Leben und das der Kinder.

Erikas Wahrnehmung war ganz auf das private kleine Glück ausgerichtet, die grauenhaften Ereignisse der NS-Tyrannei wurden von ihr wie auch von den meisten ignoriert oder verdrängt. Nach und nach erzählte mir Erika mehr über die vielen Toten, die am Fußmarsch nach Mauthausen ermordet wurden und auf der Strasse zum Präbichl liegen geblieben sind. (Martina Tritthart)

Das Video entstand im Rahmen des Projektes „Akte Erzberg“, das vom Forum Stadtpark Graz 2001 organisiert wurde. Mit Unterstützung von  Zielgebiet II Fördermitteln der Europäischen Union.

Videostill hildebrand/vordernberg©Martina Tritthart

Videostill hildebrand/vordernberg©Martina Tritthart

Videostill hildebrand/vordernberg©Martina Tritthart

Videostill hildebrand/vordernberg©Martina Tritthart

Videostill hildebrand/vordernberg©Martina Tritthart

Videostill hildebrand/vordernberg©Martina Tritthart

Wien Südbahnhof 2009

Wien Südbahnhof 2009

ein Film und eine Produktion von  Roman Bönsch,

Full HD 1080p, Länge 10min, A 2009

Gestaltung und Schnitt: Martina Tritthart

 

 

SEETHALER : ZETTELDICHTER

SEETHALER : ZETTELDICHTER

Videostill: Zitat Seethaler vor MQ

Dokumentation über den Wiener Stadtpoeten Helmut Seethaler

ein Film von Andrea Figl

gegenfilm produktion

Buch: Andrea Figl und Martina Tritthart

Schnitt, Farbkorrektur: Martina Tritthart

Full HD 1080p, 60min

Fertigstellung Februar 2012

SEETHALER: ZETTELDICHTER TRAILER